Vernissage Fotoausstellung „Reise nach Treblinka“

Was für ein Tag, was für ein Fest.

Am Dienstag, dem 12. Juli, fand die Vernissage zur Fotoausstellung unserer Reise vom Oktober statt.

Die Fotos und die Erklärungen zu den Hintergründen reichte uns aber nicht. Jede Klasse der Schule war aufgerufen sich mit den Themen Kinderrechte, Janusz Korczak und seine Zeit und die Shoah auseinanderzusetzen. Die Aktion stand im Gedenken an den achtzigsten Todestag Korczaks im August in den Gaskammern Treblinkas.

In einem fulminanten Endspurt zum Ende des Schuljahres, wenn andere Schulen im Freibad sind, wurde gebastelt, recherchiert, geschrieben, gefilmt und Texte eingesprochen.

Am Ende benötigten wir tatsächlich drei Etagen, um alle Ergebnisse würdig zu präsentieren.

Es gab einen Film mit der Erklärung von Artikeln der Kinderrechtskonvention, eine szenische Lesung von König Macius, dem Kinderbuch Janusz Korczaks. Trickfilme zum Schülergericht und anderen Themen.

Eine Auswahl von Originalkacheln des Projektes Korczak 200 wurden ausgestellt.

Über zwei Etagen erklärte ein Zeitstrahl das Leben Korczaks, verbunden mit den historischen Ereignissen der Zeit.

Es wurde erklärt, was ein Stolperstein ist und wie man sich im Arolsenarchiv an der Digitalisierung der Akten aus den Konzentrationslagern beteiligen kann. Andere mögliche Vorbilder, von Gandhi bis zum Dalai Lama, wurden präsentiert.

Auf Plakaten wurde der Lebensweg von Waisenkindern vorgestellt, die der Shoah entkommen sind: Über einen QR Code konnten dazu zusätzlich die Texte, eingesprochen von Schülern, angehört werden.

Eine Ausstellung von selbstentworfenen Keramikmedaillen zu den Artikeln der Kinderrechtskonvention wurde präsentiert.

Selbstverständlich wurde auch unsere Schule in Wort und Bild vorgestellt: Motoraum, Schülergericht, Druck- und Keramikwerkstatt, das Schülerradio.

Zur Vernissage konnten wir Dr. Karamba Diaby begrüßen, dem Bundestagsabgeordneten aus Halle, der sich sehr gut über das Projekt informiert zeigte und uns dazu ermunterte, auf diesem Wege weiterzumachen. Als kleine Überraschung sprach er eine Einladung zum Besuch des Bundestages aus, was wir für das neue Schuljahr gerne planen. Die Gäste der Ausstellung waren sehr beeindruckt von der Fülle der Informationen und der liebevollen Präsentation der Forschungsergebnisse.

Zum Austausch lud das Büfett ein, dessen Gerichte aus dem jüdischen Kochbuch stammten, das wir seit unserer Fahrt nach Warschau und Treblinka öfter zu Rate ziehen.

Erwähnt haben wir den Gästen gegenüber natürlich auch unsere Arbeit am Audioguide für die App der Gedenkstätte Treblinka II und unsere geplante Fahrt Ende September nach Warschau und Treblinka.

Möglich wurden Teile der Ausstellung und der Aktion durch die Förderung des Engagementfonds der Hallianz für Vielfalt.

Zeitstrahl zum Leben Janusz Korczaks

Stolpersteine

Arolsen Archiv „every name counts

Genau hinschauen:

Dieses Korczakportrait ist etwas ganz besonderes. Es ist zusammengesetzt aus den Portraits unserer Schüler, den gegenwärtigen „Korczakkindern“, die bei uns lernen.

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