Das Reisefieber steigt und die Fragen nach dem Programm und der freien Zeit nehmen zu. Gut so!
Wir haben uns aber auch schon thematisch mit dem Warschauer Ghetto beschäftigt: Im heutigen Warschau sind nur noch sehr sporadisch Spuren zu sehen: Markierungen auf dem Boden, ein Denkmal an der Stelle der ehemaligen Eisenbahnrampe und ein Stück Mauer.
Um trotzdem eine Idee für den Raum zu bekommen, haben wir mit etwas Verhältnisrechnung eine Schablone erstellt, die die 3,1 Quadratkilometer des Ghettos auf den Stadtplan von Halle überträgt. Jeder der Mitreisenden konnte so sehen, wie weit er sich um seinen Wohnort/die Schule/Lieblingsplatz hätte bewegen können.
Die Ergebnisse waren sehr eindrücklich: Mehr als 400.000 Menschen mussten auf einer Fläche – kleiner als die Innenstadt von Halle – täglich um ihr Überleben kämpfen. Zum Vergleich: In Halle teilen sich rund 226.000 Menschen eine Fläche von 135 Quadratkilometern.*
Das Eingesperrtsein im Ghetto beinhaltet auch die Unterschiede (zu heute) im Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Bildung und Zukunftschancen. Der Versuch, das Ghetto zu verlassen, wurde mit Schusswaffengebrauch verhindert und war tödlich.
- Quelle: Wikipediaeinträge zum Warschauer Ghetto und zu Halle (Saale)
Hier ein Bild, um sich selbst eine Idee zu machen. Der quadratische Ausschnitt ist jeweils rund 8 Zentimeter lang:
