Eindrückliche Vorbereitungen

Das Reisefieber steigt und die Fragen nach dem Programm und der freien Zeit nehmen zu. Gut so!

Wir haben uns aber auch schon thematisch mit dem Warschauer Ghetto beschäftigt: Im heutigen Warschau sind nur noch sehr sporadisch Spuren zu sehen: Markierungen auf dem Boden, ein Denkmal an der Stelle der ehemaligen Eisenbahnrampe und ein Stück Mauer.

Um trotzdem eine Idee für den Raum zu bekommen, haben wir mit etwas Verhältnisrechnung eine Schablone erstellt, die die 3,1 Quadratkilometer des Ghettos auf den Stadtplan von Halle überträgt. Jeder der Mitreisenden konnte so sehen, wie weit er sich um seinen Wohnort/die Schule/Lieblingsplatz hätte bewegen können.

Die Ergebnisse waren sehr eindrücklich: Mehr als 400.000 Menschen mussten auf einer Fläche – kleiner als die Innenstadt von Halle – täglich um ihr Überleben kämpfen. Zum Vergleich: In Halle teilen sich rund 226.000 Menschen eine Fläche von 135 Quadratkilometern.*

Das Eingesperrtsein im Ghetto beinhaltet auch die Unterschiede (zu heute) im Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Bildung und Zukunftschancen. Der Versuch, das Ghetto zu verlassen, wurde mit Schusswaffengebrauch verhindert und war tödlich.

  • Quelle: Wikipediaeinträge zum Warschauer Ghetto und zu Halle (Saale)

Hier ein Bild, um sich selbst eine Idee zu machen. Der quadratische Ausschnitt ist jeweils rund 8 Zentimeter lang:

Korczaker wieder auf Tour

Mit großer Freude haben wir uns an die Vorbereitungen unserer neuen Reise nach Warschau gemacht.

Vom 24. bis zum 28. September fahren Lukas, Alicio, Valentin, Jan, Mason und Jeremias nach Warschau auf den Spuren Janusz Korczaks. Begleitet werden sie von Herrn Sponfeldner-Böttcher, Frau Thieler und Herrn Lehmann.

In diesem Jahr nehmen wir gemeinsam mit einer Schulklasse aus Plzen an der Zeremonie teil. Die verschiedenen Gedichte und Psalme – Teile der Zeremonie – haben wir besprochen und geübt.

Weitere Stationen werden sein: das POLIN Museum, ein Besuch der Innenstadt, das Museum für den Warschauer Aufstand. Ein besonderer Programmpunkt wird der Besuch des Korczakianums sein, des ehemaligen Waisenhauses von Janusz Korczak und Stephania Wilczynska. Frau Ciesielska, die Kuratorin des Museums, wird uns herumführen und Spannendes zu Janusz Korczak erzählen.

Die Kacheln haben ihren Platz gefunden

Unsere Reise auf den Spuren Janusz Korczaks, die uns nun schon seit mehr als vier Jahren so viele wunderbare Begegnungen und Möglichkeiten verschafft hat, begann 2020 mit den Namenskacheln.

Jetzt – im Januar 2025 – haben sie ihren Platz im Schulhaus gefunden: 200 Kacheln am belebtesten Ort der Schule vor dem Sekretariat.

Wir ergänzen den Fries noch mit einem Text, der das Wie und Warum erklärt, damit auch BesucherInnen der Schule das Projekt verstehen.

Für die Namen an der Fassade haben wir auch einen Plan.

Die Klassen sechs und acht werden einen Text zur Erklärung entwerfen, der in eine Metallplatte gelasert wird. Diese wird vor dem Schulgelände angebracht. Über einen QR Code kommen Interessierte auf unsere Schulhomepage, wo wir die Geschichte Korczaks und des Projektes in all seinen Facetten erzählen können.

In der ersten Aprilwoche soll all das der Öffentlichkeit im Rahmen unserer Einweihungsparty vorgestellt werden. Besonders freuen wir uns, dass auch ein Vertreter der Treblinka Foundation daran teilnehmen wird.