Die Arolsen Archives stellen wieder besondere Akten für den diesjährigen Challenge ins Netz:
In diesem Jahr sollen möglichst viele Akten der Ausbürgerungskartei digital aufbereitet und so der Opfer der Naziherrschaft gedacht werden, die durch die Ausbürgerung durch einen einzigen Verwaltungsakt schutz- und mittellos wurden. Insgesamt 39006 Personen waren davon betroffen.
Mehr Informationen finden sich auf Wikipedia. Hier ein Auszug daraus:
„Deutschen Reichsangehörigen, die sich im Ausland aufhielten und dort durch ihr Verhalten „gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk“ verstießen und die „deutschen Belange“ schädigten, konnte die Staatsangehörigkeit entzogen werden. Auch Personen, die einer Aufforderung zur Rückkehr nicht nachkamen, konnte die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen werden. Ihr Vermögen konnte beschlagnahmt werden und verfiel nach spätestens zwei Jahren dem Deutschen Reich.
Rechtswirksam wurde die Ausbürgerung mit der Veröffentlichung des Namens im Deutschen Reichsanzeiger. Die erste Ausbürgerungsliste des Deutschen Reiches vom 25. August 1933 betraf insgesamt 33, entweder wegen des mit der Machtübernahme der NSDAP einhergehenden Terrors geflüchtete oder bereits länger im Ausland lebende, prominente Gegner des Nationalsozialismus.“
In der Zeit vom 04. bis 17.11.2024 sollen so viele Akten wie möglich digitalisiert werden und so an die Opfer zu erinnern, die zum Teil ein Leben lang staatenlos blieben und ihr Vermögen nie zurück erhielten.
Nehmt Euch die Zeit und macht Euch an die Tastaturen. Hier geht’s zur Challenge